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Hochkommode: Stauraum clever in die Höhe planen

Lesezeit: ca. 6 Min.

Eine Hochkommode nutzt den vorhandenen Platz vor allem in der Höhe und schafft dadurch Stauraum, ohne viel Wandfläche zu beanspruchen. Das macht sie besonders interessant für schmale Stellplätze, Nischen und Räume, in denen ein breites Sideboard oder ein größerer Schrank nicht sinnvoll untergebracht werden kann. Ob mit Schubladen, Türen oder offenen Fächern: Entscheidend sind die tatsächlichen Maße, die passende Innenaufteilung und der geplante Einsatzbereich. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Sie bei der Auswahl einer Hochkommode achten sollten.

Lina – Marketing & Content bei massivum

Lina

Marketing & Content bei massivum

Letzte Aktualisierung

Helle Hochkommode Patina aus Mangoholz mit einer Tür und zwei Schubladen neben Sessel und Zimmerpflanze

Das Wichtigste in Kürze

  • Hochkommoden und Hochschränke nutzen die Raumhöhe und benötigen häufig weniger Wandfläche als breite Kommoden.
  • Säulenkommoden sind besonders schmale, hoch gebaute Varianten für kleine Stellflächen und kurze Wandabschnitte.
  • Höhe, Breite, Tiefe und Öffnungsbereich sollten vor dem Kauf genau geprüft werden.
  • Schubladen eignen sich gut für kleinere Gegenstände, während Türen und größere Fächer Platz für Textilien, Geschirr oder Körbe bieten.
  • Hohe und schmale Möbel benötigen einen sicheren Stand. Beachten Sie immer die Montage- und Sicherheitshinweise des jeweiligen Modells.

Manche Wandabschnitte sind zu schmal für ein Sideboard und zu klein für einen großen Schrank. Auch neben Türen, Fenstern oder in schmaleren Fluren bleibt oft Fläche ungenutzt. Genau an solchen Stellen kann eine hohe Kommode ihre Stärke ausspielen: Sie nutzt den Raum nach oben und verbindet eine kompakte Stellfläche mit praktischem Stauraum.

Was ist eine Hochkommode und welche Vorteile bietet sie?

Eine Hochkommode ist ein aufrecht gebautes Stauraummöbel, das stärker die Höhe als die Breite nutzt. Je nach Modell besteht die Innenaufteilung aus Schubladen, Türen, offenen Fächern oder einer Kombination daraus.

Besonders schmale und hohe Ausführungen werden häufig als Säulenkommoden bezeichnet. Sie eignen sich gut für kurze Wandabschnitte, Nischen oder andere Stellen, an denen für eine breite Kommode nicht genügend Platz vorhanden ist.

Praktisch ist dabei nicht nur die kompakte Grundfläche. Unterschiedliche Fächer helfen auch dabei, den Stauraum passend zur Nutzung aufzuteilen: kleinere Dinge verschwinden übersichtlich in Schubladen, größere Gegenstände lassen sich hinter Türen verstauen und offene Bereiche können für Dinge genutzt werden, die schnell erreichbar oder bewusst sichtbar sein sollen.

Hochkommode, Säulenkommode oder Highboard?

Die Bezeichnungen überschneiden sich im Möbelhandel teilweise. Deshalb lohnt sich vor allem ein Blick auf die tatsächlichen Maße und die Aufteilung des jeweiligen Möbelstücks.

Braune Kommode Catana aus Pinienholz mit einer Schublade und zwei Türen neben Spiegel und weiteren Flurmöbeln

Eine Hochkommode ist meist aufrecht und vergleichsweise schmal gebaut. Sie kann ausschließlich Schubladen besitzen oder Schubladen, Türen und offene Fächer miteinander verbinden.

Schmaler Hochschrank Sydney aus braunem Pinienholz mit zwei offenen Fächern und einer Tür auf schwarzen Metallfüßen

Eine Säulenkommode ist eine besonders schmale und hohe Variante der Kommode. Sie spielt ihre Stärke dort aus, wo nur wenig Wandbreite zur Verfügung steht.

Highboard Oldwood aus Altholz mit offenem Fach, Schubladen und integriertem Weinregal in einem hellen Wohnraum

Ein Highboard ist dagegen meist breiter angelegt und wirkt stärker wie ein klassisches Schrankmöbel. Häufig befinden sich Türen, Fächer und Schubladen nebeneinander.

Auch der Begriff Hochschrank wird für schmale, hoch gebaute Stauraummöbel verwendet. Wichtiger als die genaue Produktbezeichnung ist deshalb die Frage, ob Maße, Innenaufteilung und Öffnungsrichtung zu Ihrem Raum und Ihrer geplanten Nutzung passen.

Wie hoch ist eine Hochkommode?

Eine feste Standardhöhe für Hochkommoden gibt es nicht. Die Abmessungen unterscheiden sich je nach Modell und Bauart deutlich. Charakteristisch ist vielmehr, dass das Möbel den vorhandenen Platz stärker in der Höhe nutzt als eine klassische niedrige Kommode.

Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf immer die angegebenen Maße für Höhe, Breite und Tiefe. Besonders bei kleinen Räumen kommt es nicht nur auf die Breite an: Eine sehr tiefe Hochkommode kann trotz schmaler Front weit in einen Durchgang hineinragen.

Auch Fensterbänke, Steckdosen, Lichtschalter, Fußleisten und angrenzende Türen sollten beim Ausmessen berücksichtigt werden. Hinzu kommt der Platz, den Türen und Schubladen beim Öffnen benötigen.

💡 Experten-Tipp: Messen Sie nicht nur die freie Wandfläche. Markieren Sie bei Bedarf auch die Tiefe des Möbelstücks auf dem Boden. So lässt sich besser einschätzen, wie viel Bewegungsfläche im Raum tatsächlich bleibt.

Welche Innenaufteilung ist sinnvoll?

Die passende Innenaufteilung richtet sich vor allem danach, was Sie in der Hochkommode verstauen möchten.

  • Schubladen eignen sich für kleinere Dinge wie Wäsche, Dokumente, Accessoires oder Pflegeprodukte.
  • Türfächer bieten Platz für größere Gegenstände, Textilien, Körbe oder Geschirr.
  • Offene Fächer halten häufig benötigte Dinge griffbereit und bieten gleichzeitig Platz für Bücher oder Dekoration.

Für viele Wohnbereiche sind Modelle praktisch, die mehrere Aufteilungen kombinieren. Achten Sie am geplanten Stellplatz darauf, dass sich Türen und Schubladen vollständig öffnen lassen und nicht an Wänden, anderen Möbeln oder Türen anstoßen.

Wo kann eine Hochkommode eingesetzt werden?

Durch ihre schmale, hohe Form lassen sich Hochkommoden in unterschiedlichen Wohnbereichen einsetzen. Welche Aufteilung sinnvoll ist, hängt dabei vom jeweiligen Raum und vom geplanten Inhalt ab.

Flur

In schmalen Fluren oder zwischen Türen schafft eine Hochkommode zusätzlichen Stauraum für Schlüssel, Post, Taschen, Schals und andere Dinge, die im Alltag schnell griffbereit sein sollen.

Schlafzimmer

Eine hohe Kommode bietet Platz für Wäsche, kleinere Kleidungsstücke, Handtücher oder Bettwäsche und ist besonders praktisch, wenn nur wenig Wandfläche zur Verfügung steht.

Wohnzimmer

Im Wohnzimmer lassen sich Bücher, Spiele, Unterlagen und kleinere Alltagsgegenstände verstauen. Ein schmales Modell passt auch gut an kurze Wandabschnitte.

Esszimmer

Im Esszimmer bieten Schubladen und Fächer Platz für Geschirr, Tischwäsche, Servietten oder andere Dinge, die rund um den Esstisch benötigt werden.

Badezimmer

Pflegeprodukte, Handtücher und Vorräte lassen sich platzsparend unterbringen, sofern das jeweilige Möbel für den vorgesehenen Standort geeignet ist.

Arbeitszimmer

Hier schafft eine schmale Hochkommode Stauraum für Unterlagen, Schreibwaren oder Zubehör, ohne viel Wandbreite zu beanspruchen.

Hochkommoden für Nischen und kleine Räume

Gerade an schwierigen Stellplätzen können hohe Kommoden sinnvoll sein. Nischen, kurze Wandabschnitte, Bereiche zwischen Türen oder Flächen neben einem Fenster bieten häufig nicht genügend Platz für breite Möbel.

Eine schmale Hochkommode nutzt diese Bereiche besser aus. Trotzdem sollte das Möbel nicht allein danach ausgewählt werden, ob es in die vorhandene Lücke passt. Entscheidend bleibt ausreichend Bewegungsfläche. Das gilt insbesondere für Durchgänge und kleine Räume.

Prüfen Sie außerdem, ob Türen und Schubladen am vorgesehenen Standort vollständig geöffnet werden können. Gerade bei Nischen kann eine passende Breite wenig helfen, wenn seitlich nicht genug Bewegungsraum für Türen vorhanden ist.

So finden Sie die passende Hochkommode

Vor dem Kauf sollten Sie Wandbreite, Höhe und Tiefe des vorgesehenen Stellplatzes ausmessen und auch Fußleisten, Steckdosen, Fensterbänke und angrenzende Möbel berücksichtigen.

Darüber hinaus sind folgende Punkte wichtig:

  • Innenaufteilung: Überlegen Sie vorab, was verstaut werden soll und welche Fächer dafür sinnvoll sind.
  • Öffnungsbereich: Türen und Schubladen benötigen ausreichend Bewegungsfläche.
  • Tiefe: Besonders in Fluren und kleinen Räumen sollte das Möbel nicht unnötig weit in den Raum hineinragen.
  • Sicherer Stand: Stellen Sie das Möbel auf einen geeigneten, ebenen Untergrund und beachten Sie die Montage- und Sicherheitshinweise des Herstellers.
  • Alltagstauglichkeit: Häufig benötigte Dinge sollten gut erreichbar verstaut werden können.

Welches Design passt zur Einrichtung?

Eine Hochkommode muss nicht exakt wie alle anderen Möbel im Raum aussehen. Gerade als einzelnes Möbelstück kann sie einen bewussten Akzent setzen. Farbe, Material oder Form sollten sich jedoch idealerweise an anderer Stelle im Raum wiederfinden – zum Beispiel bei weiteren Holztönen, Griffen, Leuchten oder Accessoires.

Modelle aus Holz und Metall passen gut zu einer industriell geprägten Einrichtung. Helle Holzfarben, schlanke Füße und ruhige Fronten können leichter und moderner wirken. Kassettenfronten, profilierte Kanten und traditionelle Griffe passen dagegen gut zu einem wohnlichen Landhausstil.

Bei Möbeln mit lebhafter Maserung oder markanter Oberfläche darf die Umgebung etwas ruhiger bleiben. Ein schlichteres Modell verträgt dagegen auch eine ausdrucksstärkere Wandgestaltung.

Highboard Wakefield aus Altholz mit Schubladen und offenen Fächern neben einer TV-Bank und einem Fernseher im hellen Wohnzimmer
Detailansicht der Hochkommode Sumatra aus Altholz mit sichtbarer Maserung, Gebrauchsspuren und dunklem rundem Knauf

Hochkommoden aus Holz und Massivholz

Eine Hochkommode aus Holz verbindet den platzsparenden hohen Aufbau mit der natürlichen Wirkung des Materials. Maserung, Farbverläufe und gewachsene Strukturen sorgen dafür, dass Holzoberflächen nicht vollkommen gleichmäßig aussehen.

Massivholz kann je nach Holzart und Oberflächenbehandlung sehr unterschiedlich wirken. Im aktuellen Hochschrank-Sortiment von massivum finden sich beispielsweise Modelle aus Akazie, Wildeiche und Mangoholz sowie Möbel aus recycelten Hölzern.

Hochkommoden aus Holz und Massivholz

Eine Hochkommode aus Holz verbindet den platzsparenden hohen Aufbau mit der natürlichen Wirkung des Materials. Maserung, Farbverläufe und gewachsene Strukturen sorgen dafür, dass Holzoberflächen nicht vollkommen gleichmäßig aussehen.

Massivholz kann je nach Holzart und Oberflächenbehandlung sehr unterschiedlich wirken. Im aktuellen Hochschrank-Sortiment von massivum finden sich beispielsweise Modelle aus Akazie, Wildeiche und Mangoholz sowie Möbel aus recycelten Hölzern.

Detailansicht der Hochkommode Sumatra aus Altholz mit sichtbarer Maserung, Gebrauchsspuren und dunklem rundem Knauf

Akazie zeigt je nach Verarbeitung warme Farbtöne und eine sichtbare Holzstruktur. Wildeiche bringt eine charakteristische Eichenoptik mit natürlicher Maserung mit. Mangoholz lässt sich sehr unterschiedlich gestalten und findet sich sowohl bei ruhigeren als auch bei markanter ausgeführten Möbeln. Recycelte Hölzer können sichtbare Gebrauchsspuren, Farbunterschiede und unterschiedliche Strukturen aufweisen.

Die DIN 68871 regelt Bezeichnungen für Möbel und deren Anwendung im Warenverkehr. Für die konkrete Materialzusammensetzung eines Möbelstücks sind deshalb die jeweiligen Produktangaben entscheidend.

Bei der Pflege kommt es neben der Holzart vor allem auf die Oberfläche an. Lackierte, geölte oder anders behandelte Möbel können unterschiedliche Pflege benötigen. Beachten Sie deshalb immer die Pflegehinweise des jeweiligen Produkts.

Häufige Fragen zu Hochkommoden

Ja, eine schmale Hochkommode kann in kleinen Räumen praktisch sein, weil sie den Stauraum stärker in der Höhe nutzt. Entscheidend sind jedoch die tatsächliche Tiefe des Möbelstücks und ausreichend Platz zum Öffnen von Türen und Schubladen.

Eine feste Standardhöhe gibt es nicht. Hochkommoden sind typischerweise höher und schmaler als klassische niedrige Kommoden. Maßgeblich sind immer die konkreten Produktmaße.

Als Säulenkommode werden besonders schmale und hoch gebaute Kommoden bezeichnet. Sie eignen sich vor allem für kleine Stellflächen, Nischen und kurze Wandabschnitte.

Das hängt von der Innenaufteilung ab. Schubladen eignen sich beispielsweise für Wäsche, Dokumente und kleinere Alltagsgegenstände, während größere Fächer Platz für Textilien, Körbe, Geschirr oder andere größere Dinge bieten.

Eine Hochkommode ist meist schmaler und stärker in die Höhe gebaut. Ein Highboard ist in der Regel breiter und besitzt häufig mehrere Türen, Fächer oder Schubladen nebeneinander. Die Grenzen sind im Möbelhandel jedoch nicht immer eindeutig, weshalb die konkreten Maße entscheidend sind.

Das hängt vom jeweiligen Modell und dessen Montagevorgaben ab. Beachten Sie immer die Montage- und Sicherheitshinweise des Herstellers und führen Sie vorgesehene Wandbefestigungen entsprechend der Anleitung aus.

Fazit: kompakter Stauraum für viele Wohnbereiche

Eine Hochkommode eignet sich besonders für Stellen, an denen ein breites Möbelstück nicht sinnvoll untergebracht werden kann. Schmale Wandabschnitte, Nischen oder kleine Räume lassen sich dadurch besser für Stauraum nutzen.

Entscheidend sind jedoch nicht nur Höhe und Breite. Auch Tiefe, Innenaufteilung, Öffnungsbereich und ein sicherer Stand sollten zur geplanten Nutzung passen. Wer diese Punkte vor dem Kauf berücksichtigt, findet eine Hochkommode oder Säulenkommode, die vorhandenen Platz sinnvoll nutzt und sich zugleich stimmig in die Einrichtung einfügt.